Das »Safe and Sound Protocol« (»SSP«)

Kopfhörer und Mp3-Player mit speziell gefilterter Musik

Ihr Nervensystem ist ständig auf Empfang. Es überprüft alle inneren und äußeren Signale, um herauszufinden, wie sicher die aktuelle Situation für Sie ist. Das Ergebnis dieser Prüfung bestimmt unter anderem:

  • ob Sie sich in Beziehungen aufgehoben und zugehörig fühlen
  • ob Sie den Kontakt zu anderen als angenehm oder eher als anstrengend empfinden
  • ob Sie entspannt bleiben können oder sich gestresst fühlen.

Dr. Stephen Porges forscht seit 40 Jahren über das Nervensystem und seine Wirkung auf das subjektive Erleben des Menschen. Die sogenannte »Polyvagaltheorie« geht auf seine Entdeckungen zurück. Auf Basis seiner Erkenntnisse hat Porges nun eine einfache Anwendung entwickelt, das »Safe and Sound Protocol«, kurz »SSP«. Sie zielt darauf ab, die Regulation des Nervensystems anzuregen. Indem sie das Gehör systematisch trainiert, wird eine neue neuronale Basis geschaffen. Dies ermöglicht ein subjektives Gefühl der Sicherheit. Zudem macht sie wichtige Gehirnfunktionen leichter zugänglicher.

Diese neue neuronale Basis ermöglicht eine schnellere Auffassungsgabe, leichteres Lernen und damit auch effektivere Psychotherapie. Denn wer sich sicher und stabil fühlt, dem fällt es leichter, sich mit unangenehmen Themen auseinanderzusetzen oder Gefühle zu halten, die er bisher vermeiden musste. Dies ist besonders für Menschen hilfreich, die sich einer Traumatherapie unterziehen.

Das SSP hat sich besonders bewährt bei Klienten mit:

  • mangelnder Fähigkeit zur Selbstregulation,
  • sozialen und emotionalen Schwierigkeiten,
  • Empfindlichkeiten auf Hörgeräusche,
  • chronischer innerer Unruhe, Ängsten und Panikattacken,
  • der Unfähigkeit, die Aufmerksamkeit auf etwas zu fokussieren,
  • Suchtthematiken und
  • Folgen von Schock- und Entwicklungstraumata.

Folgende Wirkungen wurden von Anwendern beschrieben:

  • Sie können sich besser entspannen.
  • Sie schlafen tiefer und erinnern sich besser an Träume.
  • Sie müssen weniger dissoziieren.
  • Konkrete Ängste und diffuse Angstzustände nehmen ab.
  • Sie können in Stresssituationen leichter Ruhe bewahren.
  • Sie kommen aus Erregungszuständen schneller wieder in die Balance.
  • Sie können unangenehme Empfindungen und Gefühle besser halten.
  • Sie können leichter zwischen verschiedenen Erregungszuständen pendeln.
  • In lauten Umgebungen (Restaurants, Straße) kann Gesprächen leichter gefolgt werden.

Es liegen einzelne Berichte von Klienten vor, die aufgrund von SSP …

  • ein intensiviertes Geruchs- und Geschmackserleben beschreiben.
  • weniger Lust auf Süßigkeiten und Snacks verspüren und daher abnehmen.
  • trotz Zuckerkrankheit die täglichen Insulingaben reduzieren konnten.
  • mit weniger Psychopharmaka auskamen, auf die sie bis dahin angewiesen waren.
  • Menschen, die zu Reisekrankheiten neigten, hatten danach weniger bis gar keine Probleme mehr damit.
  • Menschen mit autistischen Zügen berichten, dass sie sich nach der Anwendung von Sinnesreizen weniger überwältigt fühlten.

Das SSP steht Anwendern erst seit Kurzem zur Verfügung. Wir beginnen erst, die Effekte zu dokumentieren. Man kann damit rechnen, dass sich also noch einiges zeigen wird.

Diese Wirkung hat mich von der Anwendung überzeugt

Und so läuft die Anwendung ab:

  • Am ersten Tag der Anwendung erkläre ich Ihnen alles Wesentliche ausführlich.
  • An den weiteren Tagen beginnen wir mit einem kurzen Vorgespräch, sodass ich einen Eindruck davon bekomme, wie Ihr Organismus auf das SSP reagiert.
  • Sie hören täglich eine Stunde lang diese speziell modulierte Musik über Kopfhörer. Der Kopfhörer ist notwendig, weil nur so die Stimulation der Mittelohrmuskulatur gewährleistet werden kann.
  • In dieser Zeit können Sie ruhen oder malen, stricken, Karten spielen, puzzeln, in Bildbänden blättern – alles wovon Ihr Nervensystem nicht aktiviert wird. Es kann auch sein, dass Sie dabei einschlafen.
  • Ich bin in der ganzen Zeit mit im Raum und ansprechbar, um die Co-Regulation zu ermöglichen.
  • Nach jeder Sitzung sprechen wir kurz über Ihre Erfahrungen.
  • Im Anschluss ist es gut, wenn Sie sich körperlich betätigen, zum Beispiel indem Sie einen Spaziergang unternehmen. Die Busse 106 und 204 bringen Sie in fünf Stationen zum Südkreuz. Dahinter eröffnet sich das schöne, ruhige Schöneberger Südgelände.

So sieht das Gerät aus

Was SSP nicht ist:

  • Es ist keine Entspannungsmusik.
  • Es ist keine Meditation.
  • Es enthält keine sublimen Botschaften von »Du fühlst dich jetzt ruhig und entspannt.«
  • Es ist keine EMDR-Musik.
  • Es ist keine binaurale Stimulation.
  • Es hat auch nichts mit der Tomatis-Methode oder Hörkur zu tun.
  • SSP zielt nicht darauf ab, vorübergehende Zustände der Entspannung zu fördern, sondern eine neue, dauerhafte, neuronale Plattform aufzubauen, die Menschen in dieser Welt sicherer fühlen lässt.
  • SSP ist kein Ersatz für Psychotherapie, sondern schafft eine Grundlage der Sicherheit, auf der Psychotherapie besser, schneller und effektiver wirken kann.

Welche Tageszeit eignet sich am besten für SSP?

Für beste Ergebnisse planen Sie die Behandlung so, dass Sie im Anschluss nicht arbeiten müssen oder besonders gefordert werden, sondern stattdessen die erlebten Veränderungen bewusst integrieren können. 

An welchen Wochentagen wird SSP angeboten?

Ich biete die Behandlung immer von Mittwoch bis Sonntag an, in der Annahme, dass Menschen am Wochenende mehr Möglichkeiten haben, sich auf sich selbst zu konzentrieren.

Wie viel kostet die Anwendung?

Bei Anmeldung und Bezahlung bis 31. Dezember 2018 biete ich das SSP (5 Tage à 75 Minuten = 6,25 Zeitstunden) zum Einführungspreis von 350 € an. Wenn Sie bereit sind, Ihre Veränderungen mit dem SSP zu dokumentieren und mit unserer Forschungsgruppe anonymisiert zu teilen sowie ein Vorher-Nachher-Foto von sich machen zu lassen, das nur für interne Zwecke verwendet wird, reduziert sich der Preis um weitere 100 € auf 250 €.

Ab dem 1. Januar 2019 gilt der reguläre Preis von 570 € für die gesamte Behandlungsdauer.

Warum es wichtig ist, das SSP in der Praxis anzuwenden

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