Im Zentrum steht Verbindung

Sie kennen den Weg, Sie wissen es nur noch nicht

Bis wir das Unbewusste bewusst gemacht haben, wird es unser Leben steuern. Das nennen wir dann Schicksal – so oder so ähnlich hat C.G. Jung das Phänomen „Leben“ formuliert. 

Das Unbewusste bewusst machen, was bedeutet das? Muss ich all das konfrontieren, was in meiner Kindheit schief gelaufen ist, was ich ertrug, obwohl ich anderes verdient habe? Muss ich all diese schrecklichen Gefühle erneut durchleben, mich abgelehnt, misshandelt, nicht gewollt, missbraucht, geschlagen, gefoltert fühlen? Muss ich mir die Zurückweisung ins Erleben zurückholen, um von den Folgen davon zu heilen? 

Manche therapeutischen Ansätze gehen davon aus. Ich nicht. Im Gegenteil. Denn das, was wir erlebt haben, begegnet uns ja im Alltag ohnehin immer wieder. Nicht selten täglich. Es spiegelt sich in unseren Beziehungen zu Partnern, Mitarbeitern, Nachbarn – und sogar zu uns selbst: Wie wir mit uns umgehen, mit unserem Körper, unseren Bedürfnissen, unserem Leben.

Anstatt die schmerzlichen Erlebnisse immer wieder ans Tageslicht zu holen, halte ich es für sinnvoller, den verengten Fokus („Ich bin Opfer geworden“) zu erweitern. Statt immer wieder auf den Scherbenhaufen zu starren und damit den Schaden aller Wahrscheinlichkeit nach zu vergrößern, halte ich es für sinnvoller, das Heilgebliebene in Augenschein zu nehmen. Und darauf aufzubauen. Denn in all unserem Erleben, und sei es noch so unbequem, sind Anteile von uns selbst enthalten. Wir können hinschauen, wo wir wollen – und begegnen uns selbst. 

So können wir z.B. unsere Fähigkeit, in Verbindung zu treten nutzen, um uns mit Hilfe von Kontakten und Bindungen und Beziehungen regulieren zu lernen. Wir können das Schöne im Leben genießen. Uns selbst und unserem Leben einen Sinn zu geben. 

So wird nach und nach die Gegenwart vom Erleben der Vergangenheit getrennt. So dass uns die Vergangenheit nicht länger steuert, sondern zu einem Quell der Erfahrungen wird, aus dem wir lernen. 

Meine Begleitung basiert daher darauf, Bindungen zu erforschen. Ressourcenorientiert zu arbeiten. Den Körper und seine Reaktionen mit einzubeziehen. In der aktuellen Erfahrung zu bleiben, anstatt sich in der Erinnerung an Vergangenes zu ergehen. 

Meine Aufgabe: Ich weiß, wie man gefährliche Klippen umschifft. Ich weiß, wie man Steilhänge absichert, damit man unbeschadet oben ankommt. Ich weiß, wie man auf hoher See durch den Wellengang navigiert, ohne Schaden zu nehmen. Das Ziel allerdings, das bestimmen Sie!