The Work |

Wer sich für Byron Katies „The Work“ interessiert, ist nur einen Mausklick von einer Anleitung im Internet entfernt. Mithilfe dieser vier Fragen kann man eigene Überzeugungen auf Herz und Nieren prüfen. Dabei wird man – und ich behaupte: immer – sehr schnell feststellen, dass diese scheinbar in Stein gemeißelten Antworten auf wesentliche Fragen zur eigenen Identität im Lichte eines klaren Geistes schneller schmelzen als Butter in der Sonne. 

„The Work“ ist einfach. Jedermann kann sie anwenden. Und sie ist jedem dienlich. Dennoch fällt die Umsetzung oft schwer, einfach weil wir mit diesen Überzeugungen sind identifiziert sind, dass wir keinen Schuh in die Tür kriegen. 

Ina Rudolph macht die Work in ihrem neuesten Ratgeber anschaulich. Nachvollziehbare Alltagsprobleme, die jede kennt, nimmt sie Schritt für Schritt auseinander und führt so mit jedem Kapitel erneut durch den Prozess von „The Work“, dass er am Ende in Fleisch und Blut übergegangen ist. 

„Ich will mich ja selbst lieben, aber muss ich mich dafür ändern?“ ist ein hervorragendes Anwenderbuch. Mit den psychobiologischen Wirkungen der Arbeit hält sich Rudolph nicht auf, und deshalb werden neurobiologisch orientierte Therapeut(inn)en hungrig zurückbleiben. Besonders gut gefällt mir, dass sie sich selbst und ihren eigenen Prozess dabei in den Mittelpunkt stellt und sich nicht hinter der Beratung von Klienten versteckt. Das macht das Buch sehr lebendig, menschlich und nah. Mit gefällt auch, dass dieses Buch sehr weiblich ist – zumindest erscheint mir das aus (Männer-)Perspektive so. Deshalb glaube ich, dass Leserinnen sich mit dieser Aufbereitung von Themen wie Liebe, Sex, Kindererziehung, Zurückgewiesenfühlen, Beruf, Krankheit, Scham, Masturbation … sehr wohl fühlen werden. Und das ist genau, was mir fehlt. Genau so ein Buch für Männer, mit Männerthemen, in einer Männersprache, von einem Mann, der sich ebenso wenig scheut zu zeigen, wie Ina Rudolph, das wäre ein Hit!

Sie sind auf die vier Fragen neugierig? Sie finden sie ausführlich auf der deutschen Seite von Byron Katie beschrieben und erklärt. Hier ist der Link dorthin: The Work

  • Ist das wahr? 
  • Können Sie mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist?
  • Wie reagiersen Sie, oder was passiert, wenn Sie diesen Gedanken glauben?
  • Wer wären Sie ohne diese Gedanken?

Wenn Sie sich das bewusst gemacht haben, kehren Sie die Überzeugung, mit der Sie angefangen haben um und finden Sie mindestens drei Beispiele dafür, wann Sie sich oder die Welt anders erlebt haben.

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